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Du planst Dein erstes LARP-Lager — oder Du bist seit Jahren dabei, aber Dein Setup könnte besser sein? Dieser Guide ist für beide geschrieben. Wir liefern seit über 20 Jahren Zelte für die größten LARP-Events Europas, darunter das ConQuest of Mythodea mit über 10.000 Teilnehmern. In dieser Zeit haben wir so ziemlich jedes Problem gesehen, das auf einem Lagerplatz auftreten kann — und die meisten davon lassen sich mit der richtigen Vorbereitung vermeiden.
Dieser Guide deckt alles ab: von der Frage, welches Zelt überhaupt zu Dir passt, über die Packliste, die Dir peinliches Nachfragen erspart, bis hin zu Profi-Tipps für Lageraufbau und Zeltpflege, die Dein Zelt jahrelang halten lassen.
Die Zeltwahl ist die wichtigste Entscheidung, die Du vor Deinem ersten Con triffst. Das richtige Zelt hängt von drei Faktoren ab: Deinem Charakter, Deinem Budget und Deiner praktischen Situation.
Das A-Zelt (Keilzelt) ist der Klassiker für Einsteiger. Zwei Stangen, eine Plane darüber, fertig. A-Zelte sind leicht, kompakt und günstig — und sie passen zu fast jedem Setting, von der Wikinger-Darstellung bis zum einfachen Söldner. Der Nachteil: Die Stehhöhe ist begrenzt. Für ein Wochenende ist das kein Problem, für eine Woche auf einem Groß-Con kann es eng werden. Ideal für 1–2 Personen, die nicht viel Platz brauchen und ein unkompliziertes Setup wollen.
Das Sachsenzelt ist der Allrounder unter den Mittelalterzelten. Großzügiger Grundriss, genug Stehhöhe, sieht in praktisch jedem Fantasy- und Mittelalter-Setting passend aus. Das Sachsenzelt ist das Zelt, das wir am häufigsten an Erstbesteller verkaufen — und das aus gutem Grund. Es bietet das beste Verhältnis aus Platz, Aufwand und Preis. Die gängige Größe 3x5 Meter reicht für 2–3 Personen mit Gepäck und lässt sich von zwei Personen in etwa 20–30 Minuten aufbauen.
Das Ritterzelt ist für alle, die es repräsentativ mögen. Mit Baldachin, abnehmbaren Seitenwänden und großzügigem Innenraum ist das Ritterzelt die Königsklasse unter den Mittelalterzelten. Besonders beliebt bei Adels-Darstellungen, Heerlager-Leitern und allen, die ihr Lager auch als Treffpunkt nutzen wollen. Ritterzelte brauchen mehr Platz und mehr Hände beim Aufbau — mindestens 3–4 Personen. Dafür bieten sie aber auch Stehhöhe, Regen-Schutz dank Vordach und den "Wow-Effekt", wenn man über den Lagerplatz geht.
Das Einmastzelt (Rundzelt) vereint Einfachheit mit Eleganz. Ein einzelner Mittelmast, eine konische Form — fertig. Einmastzelte sind erstaunlich geräumig für ihre einfache Konstruktion und passen zu vielen Settings, von Fantasy über Wikinger bis hin zu orientalischen Darstellungen. Aufbau: Eine Person, 15 Minuten. Der Nachteil: Der Mittelmast steht im Weg, was die nutzbare Fläche etwas einschränkt.
Das Gruppen- und Mannschaftszelt ist für alle, die mit ihrer Einheit anreisen. Wall Tents und Offizierszelte bieten Platz für 4–8 Personen und sind besonders bei militärischen Darstellungen beliebt. Der Aufbau dauert länger und braucht Koordination — aber das Ergebnis ist ein Lager, das von Weitem Eindruck macht.
Das blowee® Luftzelt ist eine völlig neue Kategorie. Statt Stangen haben blowee-Zelte aufblasbare Luftkammern als Rahmen. Aufbau: 2–3 Minuten mit einer Handpumpe, alleine. Kein Gestänge, kein Werkzeug, kein Kampf mit verbogenen Stangen bei Wind. Und trotzdem sehen sie von außen wie klassische Ritter- oder Sachsenzelte aus — die Luftkammern sind unter der Baumwollhülle verborgen. Wir haben blowee® entwickelt, weil wir nach 20 Jahren im Zeltbau eine Lösung wollten für das häufigste Problem auf dem Lagerplatz: "Wir brauchen noch eine Stunde zum Aufbauen, und es fängt gleich an zu regnen."
Bevor Du kaufst, beantworte Dir diese fünf Fragen:
Frage 1: Wie viele Personen schlafen im Zelt? Rechne pro Person mindestens 2 Quadratmeter Grundfläche plus Gepäck. Für 2 Personen brauchst Du also mindestens 5–6 qm nutzbare Fläche. Lieber eine Nummer größer als eine zu klein — auf dem Con hat man immer mehr Zeug dabei, als man denkt.
Frage 2: Welchen Charakter spielst Du? Ein einfacher Söldner im A-Zelt wirkt stimmig. Derselbe Söldner im Ritterzelt wirkt deplatziert. Umgekehrt: Ein Adeliger im A-Zelt verliert an Glaubwürdigkeit. Das Zelt ist Teil Deiner Darstellung.
Frage 3: Wie viele Personen helfen beim Aufbau? Ein A-Zelt baust Du alleine auf. Ein Sachsenzelt zu zweit. Ein großes Ritterzelt braucht 3–4 Helfer. Ein blowee® baust Du in 3 Minuten alleine auf — unabhängig von der Größe.
Frage 4: Wie reist Du an? Mittelalterzelte aus Baumwolle sind schwerer als moderne Campingzelte. Ein Sachsenzelt 3x5 wiegt rund 25–35 kg, ein großes Ritterzelt 50–70 kg. Du brauchst ein Auto mit ausreichend Kofferraum, idealerweise einen Kombi oder Anhänger.
Frage 5: Was ist Dein Budget? Gute A-Zelte beginnen bei rund 100 Euro. Sachsenzelte liegen bei 300–500 Euro. Ritterzelte kosten 600–1.500 Euro. Das klingt nach viel — aber ein hochwertiges Baumwollzelt hält bei guter Pflege 15–20 Jahre und mehr. Auf die einzelne Nutzung gerechnet ist das günstiger als jedes Campingzelt.
Wir haben über die Jahre Tausende Bestellungen verpackt und mit Kunden gesprochen. Hier ist die Packliste, sortiert nach Priorität — von "ohne das geht gar nichts" bis "nice to have".
Zelt mit Gestänge — klingt offensichtlich, aber: Prüfe vor der Abfahrt, ob alle Stangen, Heringe und Seile komplett sind. Bei jedem fünften Anruf, den wir bekommen, fehlt eine Stange, weil beim letzten Mal nicht alles zurückgepackt wurde.
Bodenplane — schützt den Zeltboden vor Feuchtigkeit, Schmutz und Abrieb. Auf einem matschigen Lagerplatz ist eine Bodenplane der Unterschied zwischen trocken schlafen und in einer Pfütze aufwachen.
Heringe und Abspannseile — nimm immer 2–3 Ersatzheringe mit. Auf steinigem Boden verbiegen oder brechen sie. Schraubheringe sind auf weichem Boden deutlich stabiler als Erdnägel.
Schlafsack oder Wolldecke — Baumwollzelte atmen, das heißt, sie regulieren die Temperatur besser als Kunstfaser. Trotzdem kann es nachts empfindlich kalt werden, besonders im Frühling und Herbst. Eine gute Wolldecke (80% Schafwolle) wärmt auch feucht und sieht im Lager deutlich ambientemäßiger aus als ein neonfarbener Kunstfaser-Schlafsack.
Isomatte oder Feldbett — niemals direkt auf dem Boden schlafen. Die Kälte von unten ist das Problem, nicht die von oben. Eine selbstaufblasende Isomatte reicht, ein Feldbett ist komfortabler.
Hammer — zum Einschlagen der Heringe. Ein normaler Zimmermannshammer reicht, ein Gummihammer ist schonender.
Campingstuhl und Tisch — idealerweise in Holz oder mit einem Tuch überzogen, damit sie nicht zu "modern" aussehen. Es gibt hervorragende klappbare Holzhocker, die in jede Zelttasche passen.
Laterne oder Kerzen — LED-Laternen mit Flackereffekt sind erstaunlich ambientetauglich und deutlich sicherer als echte Kerzen im Zelt. Wenn Kerzen, dann nur in stabilen Laternen und niemals unbeaufsichtigt.
Koch- und Essgeschirr — Holzschüsseln, Tonbecher, Besteck aus Holz oder Horn. Moderne Edelstahl-Campingbecher sehen in einem Mittelalter-Lager deplatziert aus.
Trinkhorn oder Lederflasche — für In-Time-Getränke auf dem Lagerplatz.
Dekoration — Felle, Wandbehänge, Tücher, Laternen, ein kleines Banner. Der Unterschied zwischen einem "Campingplatz mit Baumwollzelt" und einem echten Mittelalter-Lager liegt zu 80% in der Deko.
Sonnensegel oder Lagerplane — eine Plane vor dem Zelt als überdachter Aufenthaltsbereich ist ein Game-Changer. Hier sitzt Du trocken, auch wenn es regnet, und hast einen Treffpunkt für Deine Gruppe. Lagerplanen gibt es in verschiedenen Größen — schon eine 2x3 Meter Plane macht einen enormen Unterschied.
Zweites Zelt als Küche oder Lager — auf Groß-Cons mit 5+ Tagen Dauer trennen viele Lagergruppen Schlafbereich und Aufenthaltsbereich. Ein kleines A-Zelt als Vorratslager spart Platz im Hauptzelt.
Feuerstelle (wenn erlaubt) — prüfe vorher die Veranstalter-Regeln. Viele Events erlauben offenes Feuer nur in zugelassenen Feuerschalen. Eine portable Feuerschale wiegt wenig und ist vielseitig.
Imprägniermittel/Nahtdichter — nimm immer eine Flasche mit. Wenn Du am ersten Abend merkst, dass eine Naht tropft, kannst Du sie direkt behandeln, anstatt das ganze Wochenende mit einem Handtuch unter der Naht zu schlafen.
Die erste Stunde auf dem Lagerplatz entscheidet über Dein ganzes Wochenende. Hier ist der Ablauf, den erfahrene Lager-Teams nutzen:
Gehe den zugewiesenen Bereich ab, bevor Du irgendetwas auslädst. Achte auf drei Dinge: Liegt der Platz eben oder leicht erhöht? Wasser läuft bergab — wenn Dein Zelt in einer Mulde steht, wachst Du bei Regen in einer Pfütze auf. Gibt es Steine oder Wurzeln im Boden? Die spürst Du nachts durch jede Isomatte. Und: Wie steht die Sonne? Im Hochsommer willst Du nicht um 5 Uhr morgens die volle Morgensonne auf der Zeltwand haben.
Lade alles aus, bevor Du anfängst aufzubauen. Sortiere: Zeltplane, Gestänge und Heringe auf einen Haufen. Seile und Abspannung daneben. Alles andere (Schlafsack, Deko, Küchenzeug) bleibt im Auto, bis das Zelt steht. Das verhindert, dass Du über Taschen stolperst, während Du versuchst, eine Stange einzufädeln.
Bei Stangenzelten: Plane ausbreiten, Gestänge zusammenstecken, aufrichten, abspannen. Immer zuerst die Hauptkonstruktion stabil stellen, dann die Seitenwände und Abspannungen. Heringe in einem 45°-Winkel vom Zelt weg einschlagen — nicht senkrecht, sonst ziehen sie sich bei Zug aus dem Boden.
Bei blowee® Luftzelten: Plane ausbreiten, Pumpe anschließen, aufpumpen. Das war's. In 2–3 Minuten steht das Zelt. Die Luftkammern erreichen 0.3 bar Druck und sind bei Wind stabiler als viele Stangenkonstruktionen — die Kammern geben nach und federn zurück, anstatt zu brechen.
Bodenplane hineinlegen. Isomatte oder Feldbett aufstellen. Schlafsack ausbreiten. Dann erst die Deko: Felle, Laternen, Tücher. Tipp: Ein Teppich oder Fell direkt am Eingang verhindert, dass Du bei jedem Betreten Dreck ins Zelt trägst.
Sonnensegel aufspannen, Feuerstelle positionieren, Stühle aufstellen, Banner aufhängen. Der Außenbereich ist das, was andere Spieler zuerst sehen — investiere hier 15 Minuten, und Dein Lager wird zum Anlaufpunkt.
Ein hochwertiges Baumwollzelt ist eine Investition. Für 300–800 Euro bekommst Du ein Zelt, das bei richtiger Pflege Jahre hält. Bei falscher Pflege kann es bereits nach kurzer Zeit verschimmeln. Der Unterschied liegt in drei einfachen Regeln:
Das ist die mit Abstand häufigste Todesursache für Baumwollzelte. Baumwolle speichert Feuchtigkeit und braucht deutlich länger zum Trocknen als Kunstfaser. Wenn Du ein nasses Zelt zusammenrollst und in die Tasche packst, bildet sich innerhalb weniger Tage Schimmel — und Schimmel aus Baumwolle bekommst Du nie wieder vollständig heraus.
Was tun, wenn es beim Abbau regnet? Pack das Zelt lose zusammen, nicht fest gerollt. Zu Hause sofort auspacken und zum Trocknen aufhängen oder ausbreiten. Idealerweise im Garten aufbauen und in der Sonne trocknen lassen. Erst wenn es vollständig trocken ist, sauber zusammenrollen und einlagern.
Jedes Frühjahr, bevor die Saison losgeht, solltest Du Dein Zelt im Garten aufbauen und einen "Regentest" machen: Zelt mit dem Gartenschlauch besprühen. Wenn das Wasser abperlt: alles gut. Wenn sich ein Wasserfilm bildet und der Stoff sich vollsaugt: Zeit zum Nachimprägnieren.
Für Baumwoll- und Mischgewebe-Zelte empfehlen wir Imprägniermittel auf Wasserbasis. Sprühimprägnierung reicht für kleine Stellen, bei einer Gesamtbehandlung ist Flüssig-Imprägnierung effektiver — mit Rolle oder Schwamm gleichmäßig auftragen, trocknen lassen, fertig.
Prüfe gleichzeitig die Nähte. Wenn an einer Naht Wasser durchdringt, hilft ein Nahtdichter (flüssig auftragen, trocknen lassen). Das kostet 10 Minuten und erspart Dir ein nasses Wochenende.
Nach der Saison: Zelt im Garten aufbauen, mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste abreinigen. Kein Spülmittel, keine Seife, keine Chemie — das zerstört die Imprägnierung. Hartnäckige Flecken mit einem feuchten Tuch abtupfen. Danach vollständig trocknen lassen (das kann 1–2 Tage dauern). Alle Stangen, Heringe und Seile separat verpacken — Metalteile können bei Feuchtigkeit den Stoff angreifen. Das trockene Zelt locker rollen (nicht pressen) und an einem trockenen, belüfteten Ort lagern. Dachboden oder Keller gehen, wenn sie trocken sind. Garage nur, wenn keine Feuchtigkeit aufsteigt.
Bonus: Reparaturen selbst durchführen
Kleine Risse in Baumwolle lassen sich mit einem Baumwoll-Flicken und Textilkleber reparieren. Von innen aufkleben, trocknen lassen, dann die Stelle nachimprägnieren. Bei größeren Schäden bieten wir auch Reparaturstreifen in verschiedenen Farben an.
Wer das erste Mal auf einem LARP-Event lagert, kennt die geschriebenen Regeln der Veranstaltung. Die ungeschriebenen sind mindestens genauso wichtig:
Baue Dein Lager ambientetauglich. "Ambientetauglich" heißt nicht perfekt historisch. Es heißt: keine Neonfarben, keine modernen Aufschriften, kein sichtbares Plastik. Ein einfaches Baumwollzelt in Naturfarben mit einer Lagerplane davor reicht völlig — das muss kein Museumsstück sein. Die meisten Veranstalter definieren "Ambiente" als: "Wenn jemand einen Fantasy-Film drehen würde, sollte Dein Lager nicht den Dreh stören."
OT-Sachen verstecken. Kühlbox, Campingkocher, Plastikkisten — alles, was nicht In-Time ist, gehört ins Zelt oder unter eine Plane. Nicht vor das Zelt.
Nachts leise sein. Zeltlager haben keine Wände. Alles, was Du sagst und tust, hören Deine Nachbarn. Nach Mitternacht ist Flüsterlautstärke der Standard — es sei denn, das Event hat explizit andere Regeln.
Respektiere die Platzgrenzen. Dein Zelt, Dein Bereich. Abspannleinen nicht über den Weg spannen. Sonnensegel nicht ins Nachbarlager ragen lassen. Wenn Du unsicher bist, frag Deine Nachbarn.
Müll mitnehmen. Alles, was Du mitbringst, nimmst Du wieder mit. Das gilt auch für Zigarettenkippen, Kronkorken und Zeltherings-Löcher (mit Erde auffüllen).
Wenn Du schon ein paar Cons hinter Dir hast und Dein Lager auf das nächste Level heben willst:
Licht ist der einfachste Weg, ein Lager von "okay" auf "beeindruckend" zu heben. Fackeln entlang des Weges, Laternen an den Zeltstangen, Kerzenlicht im Zelt. LED-Flackerlaternen sehen inzwischen täuschend echt aus und sind deutlich sicherer als echtes Feuer. Tipp: Warmweißes Licht (2.700 Kelvin) sieht ambientig aus. Kaltweiße LED-Streifen zerstören jede Atmosphäre.
Ein gut organisiertes Gruppenlager ist mehr als die Summe seiner Zelte. Plant Euer Layout vorher: Wo stehen die Schlafzelte? Wo ist der gemeinsame Bereich? Wo die Feuerstelle? Wo der OT-Bereich (Auto, Kühlboxen)? Zeichnet einen groben Grundriss auf Papier, bevor Ihr anreist. Das spart auf dem Platz eine Stunde Diskussion.
Die Details machen den Unterschied. Ein Wappen am Zelt, das zur Gruppe passt. Einheitliche Farben bei Bannern und Tüchern. Ein Eingangsbereich mit einem "Portal" aus Stangen und Stoff. Eine Nachtwache mit Laterne. All das kostet wenig, aber es verwandelt eine Ansammlung von Zelten in ein Lager, das eine Geschichte erzählt.
In 20 Jahren haben wir diese Fehler immer wieder gesehen. Spar Dir die Erfahrung:
Fehler 1: "Das günstigste Zelt nehmen." Ein Zelt für 49 Euro vom Discounter wird das erste Wochenende wahrscheinlich überstehen. Das zweite vielleicht. Am dritten reißt die Naht, der Stoff schimmelt, oder die Stangen brechen. Ein Baumwollzelt für 300 Euro hält bei richtiger Pflege Jahre! Das 49-Euro-Zelt musst Du alle 1–2 Jahre ersetzen. Rechne nach.
Fehler 2: "Ich baue das Zelt zum ersten Mal auf dem Event auf." Immer, immer, immer das Zelt einmal zu Hause Probe-aufbauen. Du lernst die Reihenfolge, merkst, ob etwas fehlt, und weißt am Eventtag in 15 Minuten, was Du tust — anstatt 90 Minuten in der Anleitung zu blättern, während andere schon spielen.
Fehler 3: "Bodenplane brauche ich nicht." Doch. Immer. Auch wenn der Wetterbericht Sonne sagt. Tau, Bodenfeuchtigkeit und Kondenswasser von unten machen jeden Schlafsack feucht, wenn keine Bodenplane drunterliegt.
Fehler 4: "Heringe? Die im Lieferumfang reichen." Standard-Drahtheringe halten in weichem oder sandigem Boden nicht. Investiere in Schraubheringe oder T-Profil-Heringe — besonders für die Hauptabspannungen. Und nimm Ersatz mit.
Fehler 5: "Das Zelt nass einpacken — trockne ich zu Hause." Und dann vergisst Du es. Drei Wochen später öffnest Du die Tasche und es riecht nach Keller. Schimmel. Game Over. Wenn es beim Abbau regnet: das Zelt lose ins Auto, zu Hause SOFORT ausbreiten.
Zelt mit vollständigem Gestänge (vorher prüfen!)
Bodenplane
Heringe + 3 Ersatz-Heringe
Abspannseile
Hammer
Schlafsack oder Wolldecke
Isomatte oder Feldbett
Campingstuhl (ambientetauglich)
Klapptisch
Laterne (LED-Flacker oder echte Kerzenlaterne)
Essgeschirr (Holz/Ton/Horn)
Trinkgefäß
Deko: Felle, Tücher, Banner
Sonnensegel / Lagerplane
Imprägniermittel
Nahtdichter
Feuerschale (wenn erlaubt)
Zweites Zelt für Lager/Küche
Beleuchtungsset (Fackeln, Laternen)
Grundriss-Skizze für Gruppenlager
Kabelbinder und Paracord (universell einsetzbar)
Müllbeutel
Sonnencreme und Insektenschutz
Erste-Hilfe-Set
Warme Kleidung für die Nacht (auch im Sommer!)
Bargeld (viele Mittelalter-Händler haben kein Kartenlesegerät)
Ohrstöpsel (der Nachbar schnarcht garantiert)
Ein gutes LARP-Lager ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis von Vorbereitung, der richtigen Ausrüstung und ein bisschen Erfahrung. Die gute Nachricht: Selbst Dein erstes Lager kann großartig werden, wenn Du die Basics beachtest — das richtige Zelt wählen, die Packliste abarbeiten, das Zelt einmal zu Hause probeaufbauen und niemals nass einpacken.
Und wenn Du noch Fragen hast: Ruf uns an oder schreib uns. Wir machen das seit über 20 Jahren und helfen Dir gerne, das richtige Setup für Dein erstes (oder nächstes) Abenteuer zu finden.
Wir sehen uns auf dem Lagerplatz.